Airsoft & MilSim

 

1. Militärische Simulation

Sucht man eine Definition für den Begriff MilSim, der für militärische Simulation steht, erhält man viele Auffassungen und Ausübungsweisen. Zusammengefasst könnte man MilSim als eine Teamsportart definieren, bei der das Beüben taktischer Fähigkeiten und Abläufe in möglichst realistischen Szenarien zusammen in einer Gruppe betrieben wird. Dabei werden den Teilnehmern neben körperlicher Fitness und einem feinfühligen Situationsbewusstsein vor allem umfassende militärische Grundfertigkeiten abgefordert. Als Darstellungsmittel werden meistens Luftdruckwaffen (sog. Airsoftwaffen) verwendet, da diese eine legale und verfügbare Alternative zu Schusswaffen mit entsprechender Manövermunition bieten.

Airsoftwaffen weisen nur eine geringe Mündungsenergie auf und solange eine Schutzbrille getragen wird, geht keine sonderliche Gefahr von ihnen aus. Trotz dieser mutmaßlichen "Harmlosigkeit" sind Airsoftwaffen stets mit dem Bewusstsein, dass es Waffen im weitesten Sinne sind und zudem nur im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben benutzt werden dürfen.

Durch das Verwenden von Airsoftwaffen als Darstellungsmittel können wir als das KdoSpezOP unsere taktischen Fähigkeiten in Übung halten und unser gemeinsames Vorgehen stetig weiter verbessern.

 

(Ein Nachbau des H&K G36k als Airsoftwaffe)

 

 

2. Militärische Simulationen / Konfliktsimulationen

Auf MilSim-Veranstaltungen gibt es ein festes Szenario mit unterschiedlichen Fraktionen. Die Teilnehmer werden dabei oftmals abhängig von ihrer Ausrüstung und ihren Fähigkeiten in reguläre Kräfte und Spezialkräfte unterteilt, die dann jeweils unterschiedliche Aufträge zugeteilt bekommen.

Letztere erhalten oftmals Schlüsselaufträge, beispielsweise wie das Beschaffen spezieller Gegenstände oder Informationen. Dabei hängt der Erfolg solcher Einzelaufträge meist entscheidend von dem eigenen Unentdecktbleiben durch gegnerische Teilnehmer ab, um auch auf diese Weise durch erfolgreiche Einzelaufträge Einfluss auf den weiteren Gesamtverlauf des Szenarios haben.

War das eigene Handeln entscheidend für diesen gewesen - auch wenn mal kein einziger Schuss abgeben wurde - kann dennoch gemeinsam auf ein unbezahlbares Erfolgserlebnis mit entsprechendem Nervenkitzel zurückgeblickt werden. Bei dänischen MilSims etwa gibt es ein festes verbindliches Regelwerk, dass vom dänischen MilSimverein vorgegeben wird. Die einzelnen Veranstalter weichen hiervon meist nur geringfügig durch Sonderregeln ab. Dabei hat sich in der Vergangenheit vor allem ein realistischeres Regelwerk zur Darstellung von Verwundungen und deren Behandlung durch abwechslungsreiche Verwundetenkarten entwickelt.

Des Weiteren kamen in den letzten Jahren die realistischeren Konfliktsimulationen (ConSim) hinzu. Diese sind ähnlich wie MilSims geregelt und weisen zusätzlich zu den regulären Szenariofraktionen eine Vielzahl ziviler Rollenspieler auf, wodurch die Gesamtlage komplexer und auch die Beziehungen zwischen den einzelnen Fraktionen nicht immer eindeutig ist. Was hier erlebt werden kann, ist sehr unvorhersehbar und macht gerade die besondere Herausforderung im Gegensatz zu herkömmlichen MilSims aus.

 

 

(Eindrücke einer ConSim)

 

 

3. MilSim in Dänemark

In Dänemark hat sich eine große Szene von Interessierten an Militärischen Simulationen und Konfliktsimulationen gebildet. Der große Vorteil an Veranstaltungen in Dänemark sind die guten Kontakte der Organisatoren zu den dänischen Streitkräften und Reservisten. Daher finden die Veranstaltungen oftmals auf dänischen Truppenübungsplätze statt, wodurch die Atmosphäre besonders gefördert wird.

Eine Besonderheit ist immer wieder der Besuch der Übungsstadt BRIKBY der dänischen Heereskampfschule. Weder diese leichte Verfügbarkeit von Truppenübungsplätzen noch die ernsthafte Spielweise (MilSim & ConSim) ist in Deutschland in einer vergleichbaren Art vorzufinden, weshalb wir meist an Veranstaltungen in Dänemark teilnehmen.

 

 

(Übungsstätten der dänischen Streitkräfte)